5. Februar 2008, 19:04 Uhr

Manchmal kann die Welt richtig schön und ruhig sein. Besonders, wenn man sie sich bei Nacht aus ein oder zwei Kilometern Höhe anschaut. Eigentlich sieht man nur zwei Farben: ganz viel schwarz durchzogen von Linien aus orangen Punkten, die sich einem Horizont zum anderen ziehen - in jeder Richtung. An einigen Stellen häufen sie sich und bilden komplexe Strukturen verschiedenster Größen zusammen gesetzt aus einfachen Formen: Kreise, Rechtecke, Sterne… Aus dieser Höhe sieht alles friedlich aus. Nichts scheint sich zu bewegen. Wenn man aber genau hinschaut, bewegt sich doch etwas. Denn zwischen den orangen Punkten bewegen sich weiße Lichter - völlig gleichmäßig und im Einklang miteinander. Ich kann mich kaum satt sehen an dieser Szenerie.

Doch langsam kommt der Boden näher und nach und nach schleichen sich Details in die Szene. Umrisse von Gebäuden, von Autos; Straßen lassen sich nicht mehr nur erahnen, sondern wirklich erkennen. Die Ruhe, die gerade noch vollkommen war, verabschiedet sich langsam und man sieht, mit welcher Geschwindigkeit sich alles vorbei bewegt. Nicht mehr lange, und die Welt sieht wieder aus wie sie nachts immer aussieht und die übliche Hektik schleicht sich wieder ein.

Nach ein paar Sekunden setzt der Flieger schließlich auf und reißt einen endgültig zurück in die Realität. Aber irgendwie schönes Ende für einen anstrengenden Tag.

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